Der Start an unserer Schule war für Anna Wieczorek, eine unserer Abiturientinnen, eine echte Herausforderung. Ihr erster Tag in der Internationalen Klasse war vor allem von großem Stress geprägt. Das lag jedoch nicht an der Schule selbst. Die größte Hürde war die Sprache. Zu Beginn sprach Anna kein Wort Deutsch, außer „Guten Tag“ und „Guten Morgen“.
Doch Aufgeben war für sie nie eine Option. Das Ziel, das Abitur zu machen, stand für Anna von der ersten Minute an fest. Großen Rückhalt bekam sie dabei von ihrer Mutter, die sie immer wieder ermutigte. Weil sie das Gebäude, die Abläufe und das Kollegium bereits bestens kannte, entschied sie sich, den gesamten Weg bis zur allgemeinen Hochschulreife an unserem Berufskolleg zu gehen.
Die schwerste Aufgabe auf dieser Reise blieb zunächst die Kommunikation. Ihr Anspruch an sich selbst war sehr hoch. Sie wollte den Unterricht komplett verstehen und die Sprache perfekt beherrschen, daher lernte sie zu Hause extra viel. Die wichtigste Hilfe im Alltag waren jedoch ihre neuen Schulfreunde, durch die sie die Sprache im Alltag besonders schnell lernte.
Auf diesem Weg erlebte Anna eine Welle der Unterstützung aus der gesamten Schulgemeinschaft. In der ersten Zeit bauten Herr Nilsson und Frau Krall-Nowak eine wichtige Brücke und halfen beim Übersetzen zwischen Deutsch und Polnisch. Später standen ihr viele weitere Lehrkräfte aus den verschiedenen Bildungsgängen zur Seite. Ein ganz besonderer Dank gilt dabei Frau Bunzel, Frau Grzegorek, Frau Winkelmann und Frau Fey, die sie intensiv auf ihrem Weg begleiteten.
Nach der letzten mündlichen Prüfung fiel schließlich alle Last von ihr ab. Als die Note feststand, war sie einfach nur noch glücklich und erleichtert. Nach der erfolgreichen Zeit fühlt es sich für sie zwar noch etwas komisch an, nicht mehr jeden Tag in die Schule zu kommen, aber der Blick geht nach vorne. Inspiriert durch den Unterricht bei Frau Fey hat sie ihre Liebe zur Wirtschaft entdeckt. Ihr nächster großer Schritt steht schon fest. Sie wird ein Studium der Wirtschaftsinformatik beginnen.
Liebe Anna, die Schulgemeinschaft gratuliert dir ganz herzlich zu dieser großartigen Leistung und wünscht für die Zukunft alles alles Gute!
Das Bertolt-Brecht-Berufskolleg nimmt seine ehemalige Photovoltaikanlage erneut in den Blick
Bei einer gemeinsamen Dachbegehung besichtigten Schulleiter Herr Tesche, Herr Klockhaus von der Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Duisburg und Herr Müller-Forte als Ansprechpartner für die Verbindung von Erasmus+/Nachhaltigkeit, die historische PV-Anlage auf dem Schuldach. Die Anlage wurde bereits 1997/1998 als Umweltbildungs- und Technikprojekt errichtet.
Ziel des Termins war es zu prüfen, wie das Thema Photovoltaik künftig wieder stärker am BBBK verankert werden kann - sowohl als pädagogisches Demonstrationsprojekt für Schülerinnen und Schüler als auch perspektivisch im Rahmen einer größeren nachhaltigen Energienutzung auf dem Schuldach.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbindung von Technikunterricht, Klimaschutz und praktischer Nachhaltigkeitsbildung. Erste Schritte für einen möglichen PV-Workshop nach den Sommerferien sowie die Einbindung in das schulische Nachhaltigkeitsprofil und Erasmus+-Aktivitäten wurden bereits besprochen. Die historische Anlage zeigt: Das BBBK hat beim Thema erneuerbare Energien bereits früh Verantwortung übernommen - daran soll nun angeknüpft werden.