Am Dienstag Nieselregen, am Donnerstag strahlender Sonnenschein – doch an beiden Tagen wurde auf unserem Schulhof Strom produziert!
Im Rahmen des Projekts PV2School der Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Duisburg konnten zwei Klassen des Bertolt-Brecht-Berufskollegs erleben, wie einfach sich Sonnenenergie nutzen lässt.
Unter fachkundiger Anleitung von Herrn Klockhaus lernten die Schülerinnen und Schüler, wie Balkonkraftwerke funktionieren, was sie kosten und wie sie helfen können, Stromkosten zu senken. Im Mittelpunkt stand dabei die Praxis: Die Jugendlichen bauten die Anlagen selbst auf, beschäftigten sich mit dem fachgerechten Anschluss und überprüften anschließend die Stromproduktion.
Dabei zeigte sich, dass Photovoltaik auch bei schlechtem Wetter funktioniert. Trotz dichter Wolken und Nieselregens erzeugten die Anlagen am Dienstag bereits Strom. Am Donnerstag sorgte strahlender Sonnenschein dann für deutlich höhere Erträge: Bis zu 130 Watt lieferten die beiden Solarmodule mit jeweils 100 Watt Nennleistung.
Begleitet wurden die Unterrichtseinheiten von Frau Kühn und Herrn Müller-Forte, dem Sprecher der Nachhaltigkeitsgruppe unserer Schule. Am Donnerstag überzeugten sich auch Schulleiter Herr Tesche und Frau Sielemann vor Ort von der praktischen Arbeit der Schülerinnen und Schüler.
Am Dienstag war zudem Frau Flohre dabei, die im Rahmen einer Erasmus+-Mobilität nach Italien reisen wird, um dort Einblicke in die Nachhaltigkeitsarbeit anderer Schulen zu gewinnen.
Die beiden Projekttage zeigten eindrucksvoll, wie sich Klimaschutz, technische Bildung und praktisches Lernen miteinander verbinden lassen.
Unser Fazit: Energiewende kann man nicht nur verstehen – man kann sie selbst mitgestalten!
Mit unsere Spende haben wir 6 Familien große Wassertanks ermöglicht.
In der Abteilung Kälte- und Klimatechnik wird schon eine Weile gesammelt. Bis zu den Sommerferien kamen 635,-€ zusammen.
Die Lehrer unserer Schule haben diesen Betrag aufgerundet, sodass insgesamt 1000,-€ an das Projekt Wassertanks für Ruanda des Kolpingwerkes Köln überwiesen wurden.
Martin Grün vom Diözesanarbeitskreis „Eine Welt“ hat unsere Spende persönlich nach Ruanda gebracht und schreibt uns:
„Von Herzen möchten wir uns für die großzügige Spende für die Wassertanks bedanken. Ihre Spende schenkt den Menschen nicht nur Wasser sondern auch Gesundheit, Zeit, Würde und neue Perspektiven für die Zukunft.
Im Namen aller Menschen, die von diesem Projekt profitieren, danken wir Ihnen von Herzen für Ihre Verbundenheit, Ihre Großzügigkeit und Ihr Vertrauen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Leben nachhaltig zu verändern.“
Ein Wassertank bedeutet für die Familien und Gemeinschaften vor Ort weit mehr als nur ein Speicher für Wasser. Er ermöglicht den Zugang zu Wasser auch in trockenen Zeiten, verbessert die Hygiene und trägt dazu bei, Krankheiten vorzubeugen. Viele Frauen und Kinder müssen dadurch deutlich weniger Zeit für lange Wege zur Wasserbeschaffung aufwenden und gewinnen wertvolle Stunden für Schule, Ausbildung, Familie oder Einkommensmöglichkeiten. Zudem unterstützt die gespeicherte Wasserversorgung den Anbau von Gemüse und anderen Nutzpflanzen und stärkt damit die Ernährungssicherheit der Familien.
Für die Verwendung von CO2 als Kältemittel und für die Verwendung brennbarer Kältemittel werden in der Praxis angepasste Messgeräte notwendig. Solche Messgeräte, so wie sie auch in der Praxis verwendet werden, überreicht hier Herr Bielarz von der Firma MRU Messgeräte an die Abteilung Kältetechnik am Bertolt-Brecht-Berufskolleg. Die Besonderheiten hierbei sind die hohen Drücke bei CO2-Messungen (druckfest bis zu 170 bar) oder der Explosionsschutz beim Einsatz der brennbaren Kältemittel.
Zudem gab es noch Lecksuchgeräte zum Auffinden von Undichtigkeiten an Kälteanlagen und zum Nachweis von H2 (Wasserstoff) bei der Durchführung von Dichtheitsprüfungen an neu installierten Kälteanlagen.
Am 29. und 30. September besuchten eine Delegation des BBBK bestehend aus Herrn Tesche, Eva Hlavová und Saskia Schröer die SPŠE a VOŠ Plzen. Der Besuch diente der weiteren Vorbereitung einer Schulpartnerschaft und erwiderte den Besuch am 30.Juni einer Delegation der tschechischen Schule am BBBK.
Nach der Ankunft in Pilsen erkundeten wir die Stadt und besichtigten Sehenswürdigkeiten, wie z.B, das Techmania Science Center, die für künftige Schülerfahrten interessant sein könnten. Am Abend luden uns der Schulleiter des SPŠE und Frau Špetková, die für die Zusammenarbeit mit deutschen Schulen zuständige Lehrkraft, in ein traditionelles tschechisches Restaurant ein.
Am Mittwochvormittag besichtigten wir die Schule, hospitierten im Englischunterricht und erhielten Einblicke in die Werkstätten und Fachräume für Elektrotechnik und IT. Wir vereinbarten, im laufenden Schuljahr mit gegenseitigen Lehrkräftebesuchen – dem sogenannten Job Shadowing – zu beginnen. Diese sollen als Vorbereitung für spätere Mobilitäten mit Schülerinnen und Schülern dienen.
Auf dem Rückweg zum Flughafen Prag besuchten wir die Gedenkstätte Lidice. Sie erinnert an das ehemalige Dorf, das 1942 von den Nationalsozialisten als Vergeltung für das Attentat auf Reinhard Heydrich zerstört wurde. Die Darstellung der Geschichte des verschwundenen Ortes und des unfassbaren Leids seiner Bewohnerinnen und Bewohner machte uns sehr traurig und nachdenklich.
Wir waren von der Gastfreundschaft in Tschechien begeistert und konnten weitere Einblicke in Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Bildungssysteme gewinnen. Wir freuen uns darauf, den Austausch fortzuführen und eine gewinnbringende Partnerschaft aufzubauen. Unser herzlicher Dank gilt unseren Gastgeberinnen und Gastgebern für den sehr herzlichen Empfang und den gewinnbringenden Austausch!